Abfallverwertung bei M. Jürgensen

Was passiert eigentlich mit unserem Abfall? Ein Einblick in die Verwertung unserer Gewerbeabfälle. Weiterlesen

Umweltverträgliches wirtschaften und produzieren erfordert neben vielen anderen Aspekten auch einen verantwortungsbewussten Umgang mit Abfall und seiner Entsorgung. Am Beispiel von M. Jürgensen geben wir einen kleinen Einblick, was mit den Abfällen an unserem Standort in Sörup passiert.

M. Jürgensen arbeitet seit vielen Jahren mit dem Entsorgungsfachbetrieb REMONDIS zusammen. Remondis betreibt mit 135 Mitarbeitern auf einer Fläche von 7,5 Hektar seit 1984 einen Umschlagplatz mit diversen Vorbehandlungsanlagen in Schleswig. Hier landen jährlich u.a. 4.000 Tonnen Papier, 9.000 Tonnen Mischabfälle und 12.000 Tonnen Altholz.

Bei M. Jürgensen wandern pro Jahr 11 Tonnen Altpapier erst in blaue Kunststofftonnen und anschließend in einer von REMONDIS zur Verfügung gestellten Papierpresse, wo sie zu Ballen gepresst werden. Diese Ballen werden abgeholt, geöffnet, zerkleinert und nochmals von REMONDIS in einer Vorbehandlungsanlage zu größeren Blöcken verpresst. Diese Blöcke werden anschließend an die Papierindustrie vermarktet, die daraus neues Papier herstellt.

Rund 44 Tonnen Mischabfälle werden bei M. Jürgensen pro Jahr in roten Kunststofftonnen zwischengelagert und in einen Sammelcontainer von REMONDIS umgefüllt. Der Inhalt wird nach Schleswig gebracht und der Größe nach vorsortiert. Danach wird der Abfall zu speziellen Vorbehandlungsanlagen transportiert, die dem Abfall die Wertstoffe wie Metall, Papier und Folien entziehen. Der Rest wird thermisch verwertet, um daraus Strom und Wärme zu produzieren.

Ca. 57 Tonnen Altholz pro Jahr landen ebenfalls in Schleswig. Dort wird das Holz in einer mobilen Vorbehandlungsanlage gebrochen und Fremdteile wie Metall oder Plastik aussortiert. Das gebrochene Material wird anschließend für die Erstellung neuer Spanplatten verwendet oder gelangt in so genannte Blockheizkraftwerke, die zur Kategorie der regenerativen und erneuerbaren Wärmeerzeuger zählen.

Die jährliche Abfallmenge mit ca. 910 Tonnen hängt stark von der Produktionsauslastung ab. Dabei bilden die Ofenschlacken, der Staub und die ölhaltigen Abfälle mit zusammen 61 Prozent von der Gesamtmenge die größte Fraktion. Bei den wässrigen Abfällen sind die Bearbeitungsemulsionen mit 65 Tonnen die größte Entsorgungsherausforderung. Ein Bericht zur Verwertung dieser Abfälle folgt.

Foto „Mobile Vorbehandlungsanlage für Altholz“: © M. Jürgensen

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