Innovative Wege im Recruiting

Qualifizierte und motivierte Fachkräfte zu finden und Ausbildungsstellen zu besetzen, ist für viele Unternehmen zu einem Kraftakt geworden. Auch bei Kuhn Edelstahl und M. Jürgensen verwendet man viel Zeit und Mühe auf die Suche nach geeigneten Kandidaten. Das erfordert nicht nur Ausdauer und Invest, sondern zunehmend auch eine ganz gehörige Portion Kreativität. Weiterlesen

Der voranschreitende demografische Wandel, eine völlig veränderte Arbeitskultur und eine – trotz aller Krisen – im Schnitt positive wirtschaftliche Entwicklung haben dazu geführt, dass sich der Arbeitsmarkt in den vergangenen zwei bis drei Jahrzehnten vollkommen umgekehrt hat. Konnten Unternehmen um die Jahrtausendwende oftmals noch unter mehreren Bewerbern wählen, so entscheiden sich heute die Bewerber für ein Unternehmen – und das sehr sorgfältig und wohl überlegt.   

Das hat dazu geführt, dass insbesondere im Mittelstand, wo sich nicht immer alles über exorbitant hohe Löhne und Gehälter abbilden lässt, die Unternehmen sich in ihrem Angebot gehaltsübergreifender Benefits geradezu überbieten. Ein Alleinstellungsmerkmal mag sich vor dem Hintergrund dieser Entwicklung nicht wirklich einstellen. Doch was tun, um sich von Wettbewerbern auf dem Arbeitsmarkt abzuheben?  

Einer der wichtigsten Ansätze hier ist, präsent zu sein und zu bleiben. Wahrnehmung und Differenzierung sind hier die Stichwörter, die man üblicherweise eher dem Marketing zuordnet. Und so ist es auch kein Zufall, dass immer mehr Unternehmen sich in ihrer Rolle als Arbeitgeber zu einer Marke entwickeln – einer Arbeitgebermarke eben (s. Newsroom-Beitrag). 

In diesem Sinne verschwimmen auch im Recruiting immer mehr die Grenzen zwischen HR und Marketing. Recruitingkampagnen sind nicht selten regelrechte Werbekampagnen, die kreative Wege der Ansprache ihrer Zielgruppe einschlagen. In allen Unternehmen der Kuhn Gruppe probiert man daher gerne Neues aus und beschreitet manchmal für den Mittelstand eher unkonventionelle Wege. 

So hat man beispielsweise bei M. Jürgensen Anfang des Jahres die kreative Medienkampagne “DU! MASCHINE.” gestartet, um angehende Schulabsolventen und potenzielle Auszubildende auf sich aufmerksam zu machen. Mit eigens KI-generierten Songs und Videos warb man via Social Media und auf digitalen Displays im urbanen Raum Flensburg für die zu besetzenden Ausbildungsberufe – ein Schuss ins Blaue, der tatsächlich Früchte trug und auch schon für die Besetzung anderer Positionen im Unternehmen adaptiert wurde.  

Auch bei Kuhn Edelstahl setzte man Anfang des Jahres auf eine Social-Media-Kampagne, und bewarb mit authentischen Bildern und Videos das Berufsfeld des CNC-Drehers. Grundlegende Prämisse dabei war, möglichst offen und ehrlich zu vermitteln, was das Arbeiten in diesem Job bei Kuhn ausmacht. Die angesprochene Zielgruppe sollte ein möglichst realistisches Bild vom zukünftigen Arbeitsumfeld bekommen.  

Um geeignete Mitarbeiter für schwierig oder sehr zahlreich zu besetzende Stellen zu rekrutieren, wurden in der Vergangenheit bei Kuhn sogar regelrechte Guerilla-Kampagnen gefahren.  Ohne alles verraten zu wollen: bei dieser Strategie wurde darauf gesetzt, das freizeitliche Umfeld der bestehenden Mitarbeiter aktiv für die Suche nach neuen Kolleginnen und Kollegen zu nutzen – mit Erfolg!  

Die Zeichen der Zeit und die verschobenen Paradigmen im Recruiting erkannt, hat man sich in der Kuhn Gruppe überdies bereits vor längerer Zeit darauf verlegt, den Bewerbungsprozess in der Ansprache potenzieller Mitarbeiter gewissermaßen umzukehren. Auf der Karriereseite und in Stellenausschreibungen bewerben sich unsere Führungskräfte bei ihren zukünftigen Mitarbeitern. Das ist zwar nicht vollkommen neu und einzigartig, bei Kuhn aber auch wieder äußerst authentisch umgesetzt.  

Die Liste der bei Kuhn Edelstahl und M. Jürgensen durchgeführten, kreativen Recruitingkampagnen ließe sich noch fortführen und es entstehen immer neue Ideen und Ansätze, wie wir uns als attraktiver Arbeitgeber positionieren können. Personalakquise muss heute anders gedacht werden als noch zehn oder zwanzig Jahren. Heute ist es umso wichtiger mit frischen Ansätzen, kreativen Inhalten und mutigen Ideen auf dem Arbeitsmarkt aufzutreten und so potenzielle Bewerber auf sich aufmerksam zu machen.  

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