Gemeinsam stärker: standortübergreifender Austausch zwischen Personalabteilungen ist wichtiger denn je
Wenn Unternehmen zusammenwachsen und sich innerhalb einer Unternehmensgruppe immer stärker vernetzen, gewinnt auch der Austausch zwischen den Personalabteilungen zunehmend an Bedeutung. Denn viele der Herausforderungen, denen sich HR-Teams heute stellen müssen, sind längst nicht mehr auf einzelne Standorte oder Gesellschaften beschränkt. Umso wertvoller ist es, Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam an Lösungen zu arbeiten. Weiterlesen
Genau das stand im Mittelpunkt eines jüngsten Austauschs innerhalb unserer Unternehmensgruppe. Mitarbeiter der Personalabteilungen aus Radevormwald und Sörup kamen zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, Best Practices vorzustellen und neue Perspektiven auf gemeinsame Herausforderungen zu gewinnen.
Ein zentrales Thema war die Gewinnung von Fachkräften. Viele industrielle Berufe leiden seit Jahren unter rückläufigen Ausbildungszahlen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hoch – und wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen. Die Diskussion machte deutlich, dass einzelne Unternehmen diese Entwicklung nur begrenzt beeinflussen können. Gemeinsam lassen sich jedoch erfolgreiche Ansätze identifizieren: von einer stärkeren Präsenz an Schulen über moderne Ausbildungsmarketing-Kampagnen bis hin zu einer engeren Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen und regionalen Netzwerken.
Dabei wurde aber auch klar, dass die Ausgangssituationen beider Standorte zwar viele Gemeinsamkeiten aufweisen, sich in ihrer konkreten Ausprägung jedoch durchaus unterscheiden, was nicht zuletzt auf die jeweilige geografische Lage zurückzuführen ist. So liegt der Schwerpunkt in Radevormwald stärker auf der gezielten Gewinnung von Fachkräften vom externen Arbeitsmarkt, während Sörup verstärkt auf interne Qualifizierungen sowie das Recruiting von Quereinsteigern mit Potenzial und Motivation setzt. Beide Ansätze spiegeln dabei weniger eine grundsätzlich andere Philosophie wider, als vielmehr eine pragmatische Antwort auf die jeweiligen regionalen Gegebenheiten – und zeigen, wie unterschiedliche Wege zum gleichen Ziel führen können.
Der offene Dialog schuf Raum für neue Ideen, kritische Diskussionen und den gemeinsamen Willen, die Zukunft aktiv zu gestalten. Der Austausch zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, über Unternehmensgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten – insbesondere innerhalb einer Gruppe, die trotz unterschiedlicher Standorte sehr ähnliche Themen beschäftigt. Gemeinsame Herausforderungen werden leichter bewältigt, wenn Wissen geteilt, Erfahrungen ausgetauscht und unterschiedliche Sichtweisen berücksichtigt werden.
Abschließend bleibt jedoch die Frage aller Frage: Was braucht es wirklich für eine nachhaltige Mitarbeiterbindung, wenn das Gehalt wirtschaftlich weitgehend als gegeben betrachtet werden muss? Denn die Realität ist: Nicht jedes Unternehmen hat den Spielraum, an allen Stellschrauben gleichzeitig zu drehen. Unsere Maßnahmen und Ideen sind vielfältig – von Wertschätzungskultur über Entwicklungsperspektiven bis hin zu Gemeinschaftsgefühl und Sinnstiftung.

