Badspiegelmessung mit Echtzeitüberwachung

Ein im Wortsinne “heißes” Projekt konnte die zur Kuhn Gruppe gehörende Kuhn Innovation vor Kurzem umsetzen. Gemeinsam mit den Experten für radarbasierte Messtechnik in der Metallverarbeitung, Asinco, realisierten sie eine radarbasierte Badspiegelmesstechnik für Schmelzöfen. Weiterlesen

Beim Schmelzen von Stahl geht es heiß her: je nach Art des Stahls werden in den Schmelzöfen Temperaturen um die 1.500°C erreicht – ein äußerst herausforderndes Umfeld für sensible Messtechnik. Dabei ist die Überwachung des Badspiegels ein wichtiger Faktor im Gießprozess.  Diese trägt zur Prozesskontrolle und Qualitätssicherung bei und ermöglicht eine präzise Steuerung des Gießprozesses, vermeidet Fehler wie Überläufe und trägt zur Verbesserung der Gießerei-Produkte bei.

Um hier ein ebenso präzises wie robustes System zur Badspiegelmessung in den Schmelzöfen zu entwickeln, arbeitete die Kuhn Innovation gemeinsam mit der Asinco GmbH aus Duisburg an einer innovativen Lösung. Unter Einsatz bereits erprobter Standard-Module konnte mittels robuster und komplexer metallischer Hohlraumleiter und Spiegelreflektoren ein hinreichend temperaturbeständiges und zuverlässiges Messsystem entwickelt werden.

Damit kann das Messsignal auch in einiger Entfernung zum Messobjekt eingespeist werden und reduziert so die Umgebungsbelastung auf den Sensor. Diese Komponenten bilden das Herzstück der radarbasierten Badspiegelmessung und garantieren eine präzise und zuverlässige Leistung selbst unter anspruchsvollen Bedingungen in Gießereien.

Der verwendete Radar-Sensor arbeitet im 120 GHz-ISM-Band und ist innerhalb eines innovativen Gehäusekonzeptes robust konstruiert. Optional wurde ein luftgekühltes Gehäusezusatzmodul entwickelt, das auch bei sehr hohen Temperaturen für ausreichend Hitzebeständigkeit und für eine hohe Langlebigkeit der Messeinrichtung sorgt. Die solide mechanische Konstruktion des Gehäuses gewährleistet auch bei sehr hohen Umgebungstemperaturen eine zuverlässige und langanhaltende Messleistung.

Über eine IO-Link-Schnittstelle lässt sich der Sensor einfach konfigurieren und die Messdaten können direkt aus dem Prozessregister abgerufen werden. Zusätzlich bietet der Sensor sowohl eine analoge als auch eine digitale Schnittstelle, die neben den Messwerten ein optionales Schaltsignal bereitstellen können. Dieser Aufbau ermöglicht es, auch ungestört in Bereichen mit starker elektromagnetischer Beeinflussung, wie beispielsweise an Induktionsöfen, störungsfrei und präzise messen zu können.

Bild: Fa. Breuckmann GmbH & Co KG

Aufgebaut und erprobt wurde das System bei mehreren Firmen – zuletzt bei der Breuckmann GmbH & Co. KG in Heiligenhaus. Zu weiteren interessierten Kunden besteht bereits Kontakt, so dass das System zur Badspiegelmessung in den kommenden Monaten voraussichtlich weitere Anwender finden wird und breitflächig ausgerollt werden kann.

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